Rautistrasse

Wettbewerb Wohnsiedlung in Zürich-Altstetten 2004

Rautistrasse

Mit Ausnahme einiger Ecktypen, basieren alle Wohnungen auf der gleichen, einfachen Grundtypologie: grosszügige, helle, an der Fassade liegende Treppenhäuser mit repräsentativen Eingangbereichen. Alle Nasszellen sind natürlich belüftet und beleutet. Küche und Essraum bilden eine Einheit, die Küche kann aber auch ganz abgetrennt werden. Grosse Entrées, ansonsten wenig Erschliessungsflächen. Abgetrennter Schlafbereich – offener Wohnbereich mit vielfältigen Sichtbezügen. Die Wohnung profitieren durch ihre Transparenz in der Querrichtung über Aussicht (meist auf der Talseite) und Sonne (auf der Berg- bzw. Abendseite). Jede zweite Wohnung verfügt über ein abtrennbares, separat zugängliches „Zürcher Zimmer“. Sämtliche Wohnungen haben durch ihre Querorientierung Anteil am Hof und an der Strasse beziehungsweise der Aussicht. Keine unattraktiven Ergeschosswohnungen.

Die Umgebung der Parzelle ist sehr heterogen: Einzelhäuser wechseln sich ab mit niedrigen Zeilenbauten der fünfziger Jahre und Wohnblocks der Sechziger und Siebziger. Die Umgebung verfügt über viel Grün. Insbesondere die Aussenräume der bestehenden Siedlungen wirken allerdings undefiniert und  zerfledert. Das Projekt antwortet mit einer urbanen Geste. Die Überbauung  besetzt die Ränder mit zwei starken Gebäudekörpern. Sie umschliessen einen räumlich klar gefassten Hof. Der Hof hat die Qualitäten eines grosszügigen Parks, der das Herz der Überbauung bildet. Dem städtischen Aussen, wo sich alle Hauseingänge befinden, wird das Wohnzimmer der Siedlung gegenüber gestellt. Dieser Inneraum ist aber nicht hermetisch abgeschirmt – er öffnet sich den Nachbarn und erlaubt den Bewohnern vielfältige Aus- und Durchblicke.